Tanzkleidung Salsa

Für die Tanzkleidung Salsa und Bachata gilt: Zwanglos. Erlaubt ist, was gefällt. Es sei denn, man ist auf Salsa-Galas (meist auf Tanz-Kongressen), wo ein Dresscode festgelegt ist. So sieht man auf den Salsa-Floors dieser Welt bei den Herren denn auch fast alles – ob es einem immer gefällt, mag dahingestellt sein.

Von sommerlichen Shorts, bunten T-Shirts und Sportschuhen oder gar Flip-Flops bis hin zu Jeans, Stoffhosen, kurz- und langärmeligen Hemden ist alles dabei, was man sich so vorstellen kann. Mancher fühlt auch im feinen Zwirn wohl, im Anzug mit Hemd und Krawatte.




Die Wahl der passenden Salsa Kleidung

Tanzkleidung ist eines der wichtigsten Dinge für eine gelungene Salsa-Nacht. In erster Linie geht es um Bewegungsfreiheit und nichts kann mehr stören als ein unpassender Rock, eine zu warme Hose, falsche Schuhe oder ein zu enges Oberteil. Um in den vollen Genuss einer heißen Salsa-Nacht kommen, hier einige Tipps für Salsa-Tänzer:

Tipps für die Tänzerin

Beginnen wir mit der Salsa-Tänzerin: Die Tanzschuhe dürfen nicht locker sitzen aber auch nicht drücken. Sie sollten bequem sitzen, denn wenn man mit den falschen Schuhen tanzt, kann es passieren, dass man den ganzen Abend mit schmerzenden Füßen am Tisch sitzt während andere sich amüsieren. Wahrscheinlich muss man sich auch noch am nächsten Tag mit Blasen herumärgern und zwangsweise eine Tanzpause einlegen.

Die Tanzschuhe dürfen ruhig einen Absatz besitzen. Anfängerin sollten eher eine niedrige Absatzhöhe wählen. Die Sohle sollte glatt sein. Tanzschuhe, die für den Turniertanz verwendet werden, eignen sich gut für den Salsa-Tanz. Einziger Nachteil: Sie können nur drinnen getragen werden.




Tanzschuhe offen

Tanzschuhe, die vorne offen sind, sind schick und bieten eine gute Belüftung. Einziger Nachteil: Der Fuß ist an den Zehen ungeschützt und ist anfälliger für Verletzungen, z. B. durch Tritte. Die Kleidung sollte möglichst dünn sein und bequem sitzen. Die Hosen sollten luftig und locker sitzen. Enge Jeans oder Lederhosen sind eher ungeeignet. Röcke & Kleider sollten eine große Bewegungsfreiheit der Beine zulassen. Je nach Geschmack können sie knielang oder kürzer sein. Nicht geeignet sind Kleider die bis zum Knie eingeschnitten sind oder Ballonröcke.

Luftige Oberteile

Auch Oberteile sollten luftig sein und gut sitzen, denn sonst muss man während des Tanzens ständig an der Kleidung zupfen. In der kälteren Jahreszeit kann man, was die Salsa Tanzkleidung angeht, auch die Zwiebel Taktik anwenden. Unten drunter kann z. B. ein leichtes Top getragen werden, so wird vermieden, dass einem zu schnell heiß wird. Die Haare können offen oder gut fixiert getragen werden. Steckfrisuren sind für Drehungen nicht gut geeignet.

Die Kleidung für den Tänzer

Tipps für den Salsa-Tänzer: Die Tanzschuhe der Tänzer sollten gut sitzen, bequem sein und eine glatte Sohle haben. Tanzschuhe mit einer Wildledersohle eignen sich zwar hervorragend, doch haben sie den Nachteil, dass sie nur drinnen getragen werden können. Die Herren sollten vermeiden klobige Schuhe zu tragen z. B. Stiefel oder breite Turnschuhe mit einer haftenden Sohle. Herrenhosen sollten möglichst dünn und leger sein. Je nach Geschmack kann es ein luftiges T-Shirt oder Hemd sein. Sich ein zweites frisches Hemd oder T-Shirt mitzunehmen, kann von großem Vorteil sein. Ihre Tanzpartnerin wird sich darüber freuen, wenn Ihre Kleidung trocken ist/bleibt. Auch sie als Herr fühlen sich in trockenen Tüchern sicherlich wohler.

Ist die Bewegungsfreiheit durch die Kleidung eingeschränkt, macht das Tanzen keinen Spaß – die Bewegungen wirken steif und statisch. Bevor sie auf die Party gehen testen sie erstmal Ihr Outfit zu Hause auf Party-Tauglichkeit aus. Legen Sie sich ein schönes Salsa Lied auf und tanzen sie dazu einige Minuten: Schnell werden Sie merken, ob Ihre Kleidung sich zum Salsa tanzen eignet oder nicht.

Tanzbekleidung die aus der Reihe tanzt

Wieder andere tragen enge Röhrenjeans und dazu ein eng geschnittenes Sakko, womöglich, um den Showcharakter ihrer Moves zu unterstreichen. Selbst Basecaps, kurzkremplige Hüte oder Schiebermützen à la Buena Vista Social Club sind keine Seltenheit, ganz gleich, ob man darunter schwitzt oder nicht. Wir haben auch schon Jogginganzugträger gesehen – aber dies ist gottlob eher die Ausnahme. Aufgrund der turbulenten Bewegungen fährt grundsätzlich derjenige am besten, der auf Bequemlichkeit achtet, dabei aber das Visuelle nicht außer acht lässt.




Typische Änfängerfehler bei fast allen Tänzen sind übrigens farbige Hemden und Hosen, die jegliche Schwitzflecken sehr unschön aussehen lassen, sie geradezu betonen. Weiß und Schwarz sind wohl deshalb so beliebte Farben. Die meisten Herren bevorzugen schöne, nicht zu eng sitzende Hemden – und nehmen ein frisches Hemd zum Wechseln mit. Bei den Oberteilen tragen viele Salseros gern kräftige Farben oder auch karibsch inspirierte Muster. Aber auch im klassischen Look macht man(n) eine gute Figur. Haupsache die Kleidung sitzt gut und man fühlt sich wohl darin.

Besonders gut lässt es sich übrigens in klassischen Tanzschuhen mit Ledersohle tanzen, die schon mal die Optik eines Budapester-Halbschuhs haben können, oder in superbequemen Dance-Sneakers. Die Damen sind kleidungstechnisch ebenfalls kaum eingeschränkt. Abgesehen von all den beschriebenen Faktoren der Funktionen und Sicherheit tragen auch sie fast alles, was erlaubt ist und gefällt. Je nach Jahreszeit und Temperatur kann das Outfit ausgesprochen knapp ausfallen, mache Damen tragen gerne enge Shorts und ein leichtes ärmelloses Top, gerne auch in bunten Farben, aber auch schlicht.

Mitunter sieht man aber auch Damen, die karibische Tanzkleidungsstile für sich in Anspruch nehmen und knallenge (und gern auch knallfarbige) Leggings tragen, dazu High Heels als Tanzschuhe – es ist wie immer eine Typfrage. Selbstverständlich sieht man parallel auch gut geschnittene Hosen jeglicher Art sowie schöne Kleider und locker schwingende Röcke, die unterschiedlich lang ausfallen. Wer schöne Beine hat, zeigt sie gern. Enge kurze Röcke eignen sich aber eher wenig. Bei den Oberteilen sieht man in letzter Zeit häufiger locker fallende bunte Stoffe, die besonders im Bereich der Arme sehr weit geschnitten sind, so wie es in den 70er Jahren getragen wurde.

Sexy auszusehen ist sicher kein Nachteil, aber manchmal ist weniger mehr. Ein Zuviel an vermeintlicher Sexyness kann schnell billig wirken. Standard-Tanzschuhe, die es in unzähligen Stilen, Ausfertigungen und Farben gibt, sind ein häufiger Begleiter, ebenso aber auch Dance-Sneakers für die etwas sportlicher auftretenden Damen. In der Salsa- und Bachata-Szene wie auch beim Tango sieht man daneben häufig auch Tanzaccessoires wie Luftfächer, die es in den unterschiedlichsten Ausfertigungen gibt – reich verziert und folkloristisch inspiriert oder ganz schlicht einfarbig.

Einstimmen für die Salsa-Nacht

Legen Sie sich eine schöne Salsa CD ein. So kann Ihr Körper schon mal den Rhythmus aufnehmen.
Informieren Sie sich im Internet, wo die besten Partys in Ihrer Stadt stattfinden oder eventuell eine Live-Band spielt. Bedenken Sie, dass ein gelungener Abend auch bei entsprechender Bewegung zu dem einen oder anderen Glas animiert. Eventuell ist es besser das Auto zu Hause zu lassen. So könnten Sie mit reinem Gewissen einige Gläser Mojito, Caipirinha und etwas südamerikanische Stimmung tanken oder den Abend in einer Bar ausklingen lassen.