Tanzkleidung Salsa

Für die Tanzkleidung Salsa und Bachata gilt: Zwanglos. Erlaubt ist, was gefällt. Es sei denn, man ist auf Salsa-Galas (meist auf Tanz-Kongressen), wo ein Dresscode festgelegt ist. So sieht man auf den Salsa-Floors dieser Welt bei den Herren denn auch fast alles – ob es einem immer gefällt, mag dahingestellt sein. Von sommerlichen Shorts, bunten T-Shirts und Sportschuhen oder gar Flip-Flops bis hin zu Jeans, Stoffhosen, kurz- und langärmeligen Hemden ist alles dabei, was man sich so vorstellen kann. Mancher fühlt auch im feinen Zwirn wohl, im Anzug mit Hemd und Krawatte.

Tanzkleidung Salsa

Tanzbekleidung für Salsa und Bachata

Wieder andere tragen enge Röhrenjeans und dazu ein eng geschnittenes Sakko, womöglich, um den Showcharakter ihrer Moves zu unterstreichen. Selbst Basecaps, kurzkremplige Hüte oder Schiebermützen à la Buena Vista Social Club sind keine Seltenheit, ganz gleich, ob man darunter schwitzt oder nicht. Wir haben auch schon Jogginganzugträger gesehen – aber dies ist gottlob eher die Ausnahme. Aufgrund der turbulenten Bewegungen fährt grundsätzlich derjenige am besten, der auf Bequemlichkeit achtet, dabei aber das Visuelle nicht außer acht lässt.

Typische Änfängerfehler bei fast allen Tänzen sind übrigens farbige Hemden und Hosen, die jegliche Schwitzflecken sehr unschön aussehen lassen, sie geradezu betonen. Weiß und Schwarz sind wohl deshalb so beliebte Farben. Die meisten Herren bevorzugen schöne, nicht zu eng sitzende Hemden – und nehmen ein frisches Hemd zum Wechseln mit. Bei den Oberteilen tragen viele Salseros gern kräftige Farben oder auch karibsch inspirierte Muster. Aber auch im klassischen Look macht man(n) eine gute Figur. Haupsache die Kleidung sitzt gut und man fühlt sich wohl darin.

Besonders gut lässt es sich übrigens in klassischen Tanzschuhen mit Ledersohle tanzen, die schon mal die Optik eines Budapester-Halbschuhs haben können, oder in superbequemen Dance-Sneakers. Die Damen sind kleidungstechnisch ebenfalls kaum eingeschränkt. Abgesehen von all den beschriebenen Faktoren der Funktionen und Sicherheit tragen auch sie fast alles, was erlaubt ist und gefällt. Je nach Jahreszeit und Temperatur kann das Outfit ausgesprochen knapp ausfallen, mache Damen tragen gerne enge Shorts und ein leichtes ärmelloses Top, gerne auch in bunten Farben, aber auch schlicht.

Mitunter sieht man aber auch Damen, die karibische Tanzkleidungsstile für sich in Anspruch nehmen und knallenge (und gern auch knallfarbige) Leggings tragen, dazu High Heels als Tanzschuhe – es ist wie immer eine Typfrage. Selbstverständlich sieht man parallel auch gut geschnittene Hosen jeglicher Art sowie schöne Kleider und locker schwingende Röcke, die unterschiedlich lang ausfallen. Wer schöne Beine hat, zeigt sie gern. Enge kurze Röcke eignen sich aber eher wenig. Bei den Oberteilen sieht man in letzter Zeit häufiger locker fallende bunte Stoffe, die besonders im Bereich der Arme sehr weit geschnitten sind, so wie es in den 70er Jahren getragen wurde.

Sexy auszusehen ist sicher kein Nachteil, aber manchmal ist weniger mehr. Ein Zuviel an vermeintlicher Sexyness kann schnell billig wirken. Standard-Tanzschuhe, die es in unzähligen Stilen, Ausfertigungen und Farben gibt, sind ein häufiger Begleiter, ebenso aber auch Dance-Sneakers für die etwas sportlicher auftretenden Damen. In der Salsa- und Bachata-Szene wie auch beim Tango sieht man daneben häufig auch Tanzaccessoires wie Luftfächer, die es in den unterschiedlichsten Ausfertigungen gibt – reich verziert und folkloristisch inspiriert oder ganz schlicht einfarbig.